PRESSETEXT ZUR HDS/L PRESSEKONFERENZ - 30. AUGUST 2021 IN DÜSSELDORF

Tuesday, September 7, 2021 - 11:56German
• Umsatz der deutschen Schuhindustrie im Aufwind • Schuheinfuhren rückläufig • Bundestagswahl 2021: Wirtschaftsfreundliche Politik notwendig, um Aufschwung zu ermöglichen Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung Der Umsatz der deutschen Schuhhersteller mit 50 oder mehr Beschäftigten ist in den ersten sechs Monaten von 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,28 auf 1,44 Milliarden Euro gestiegen. Dies bedeutet einen Anstieg der Verkaufserlöse um 12,5 Prozent. Mit 1,2 Milliarden Euro lag der Inlandsumsatz 12,7 Prozent über dem Inlandsumsatz des ersten Halbjahres 2020. Der Auslandsumsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 von 230 auf 257 Millionen Euro. Damit hat die deutsche Schuhindustrie zwar beim Umsatz wieder zugelegt, das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 aber noch nicht erreicht. Der erneute Lockdown Ende 2020 hat die deutschen Schuhhersteller des modisch-eleganten Segments und mit enger Beziehung zum stationären Fachhandel wieder in den Krisenmodus zurückversetzt. Die Schließung des Fachhandels bis weit in den Frühsommer hinein verstärkte die digitale Ausrichtung der Vertriebskanäle. Die Gleichstellung der Hersteller bei den Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware im Rahmen der Überbrückungshilfe III half den betroffenen Herstellern die existenzbedrohende Situation abzuwenden. Demgegenüber konnten Hersteller von Sport-, Sicherheits- und Kinderschuhen das Geschäftsniveau annähernd aufrechterhalten. Aufgrund des lang andauernden Lockdowns mussten die deutschen Schuhhersteller trotz des häufig eingesetzten Mittels der Kurzarbeit personell Anpassungen vornehmen. Von Januar bis Juni 2021 beschäftigte die Branche im Monatsdurchschnitt 14.628 Mitarbeiter. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 6,2 Prozent. Dennoch haben die Betriebe den kommenden Fachkräftemangel und die Digitalisierung im Blick und suchen nach entsprechend qualifizierten Auszubildenden sowohl im kaufmännischen wie im technischen Bereich. Hierbei weisen die Betriebe im Rahmen des „Sommers der Berufsausbildung“ mit dem Eventhashtag #AusbildungStarten auf ihre Möglichkeiten hin. Am 11. Juni 2021 hat der Bundestag das sogenannte Lieferkettengesetz verabschiedet. Das Lieferkettengesetz bringt vor allem bürokratische Belastungen durch mehr Überwachungs- und Dokumentationsaufwand. Wir fordern von der kommenden Bundesregierung, dass das Lieferkettengesetz möglichst bürokratiearm und praxisgerecht umgesetzt wird. Weiterhin darf es keine neuen Belastungen für Betriebe geben. In der aktuellen HDS/L Konjunkturumfrage gab ein Drittel der befragten Schuhhersteller an, dass wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Bürokratie ein erhebliches Risiko für die positive Unternehmensentwicklung darstellen. Im Branchendialog des Bundeswirtschaftsministeriums mit der Konsumgüterindustrie im April 2021 haben Vertreter der Schuh- und Lederwarenindustrie darüber hinaus aufgezeigt, welche negativen Konsequenzen das Lieferkettengesetz für sie hat und wie ein Level playing field des Fachhandels und der Industrie mit den Onlineplattformen geschaffen werden kann. 2

HDS/L Junior Award 2021 am 30. August auf der Gallery Shoes verliehen

Tuesday, September 7, 2021 - 11:45German
Anlässlich der Messe Gallery Shoes, die vom 29. bis 31. August in Düsseldorf stattfindet, hat der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie, HDS/L, den HDS/L Junior Award 2021 an kreative Jung-Designer verliehen. Die offizielle Preisverleihung fand am Montag, 30. August im Anschluss an HDS/L Pressekonferenz statt.